Urlaub. Endlich. Seit vielen Jahren einmal zwei Wochen am Stück. Keine Kinder, Haustiere, Blumen und Gemüsepflanzen, die mitgeschleppt, umsorgt oder versorgt werden müssen. Wunderbar.
Urlaub – die Zeit, wo man sich erholen will und Dinge tun möchte, für die man sonst nie Raum hat.
Liebenswerte Einladungen von Freunden annehmen, an die See fahren, lesen, ausruhen, faulenzen.
Und einige tolle Events besuchen. In Hessen.
Hier deshalb ein paar Schnappschüsse von der sehenswerten Landesgartenschau in Gießen. Ein Muss für Gartenfreaks.
Dann der Besuch der „Golden Oldies“ in Wettenberg bei Gießen – Oldtimer, Petticoats und Rock’n’Roll…
Wie lernt man ein Land kennen? Indem man es durchquert. Vom Aargau in der Schweiz durch Baden-Württemberg nach Hessen. Dann weiter nach Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern. Die Weite fasziniert. Thüringens Wälder, die schmucken Ortschaften, riesige, erntereife Getreidefelder. Rund um Berlin die riesigen Windräder. Die Uckermark. Das viele Wasser. Die Insel Usedom. Wunderschön. Was soll ich also in Thailand oder in der Mongolei, wenn es nicht weit von meinem Zuhause Gegenden von solcher Schönheit gibt? Denn ein einziges Leben reicht nicht aus, um alles zu sehen, was Deutschland, geschweige denn ganz Europa zu bieten hat.
Herrlich sonnige Tage an der Ostsee. Kilometerlanger Strand mit weissem Sand. Eine leichte Brise, angenehme Temperaturen. Keine aufdringlichen Strandverkäufer. Keine Mücken. Kein Lärm. Keine Strandräuber. Kein Gedränge. Freundliche Menschen.
Man ruht sich aus, liest, faulenzt, schwimmt, badet und holt sich einen Sonnenbrand. Daheim hingegen ist es kalt und regnet fortwährend.
Die Seebrücke von Bansin
Man entdeckt DAS Blau…
Nach schönen und erholsamen Tagen fällt es schwer, wieder dem Alltag zuzusteuern. Wie schön, dass ein solcher Urlaub überhaupt möglich war. Es ist nicht selbstverständlich.
Man fährt also zurück, streift Bayern auch noch und erreicht wohlbehalten das Zuhause.
Hier warten sehnsüchtig erwachsene Kinder. Die genau wissen wollten, wann man anreist. Die müde aussehen. Verdächtig. Ob etwas passiert ist? Ob einer etwas angestellt hat? Das Garagentor eingedellt? Die Küche beschädigt? Einen Hund angeschafft, den man nicht haben will?
Aber nichts dergleichen. Nur viel schlimmer. Die Kinder haben in den zwei Wochen kurzerhand das schäbige Wohnzimmer renoviert. Sie haben die Wände neu tapeziert, den alten Parkettboden geschliffen und geölt. Fenster, Türe und die Decke sind neu gestrichen.
Eine neue Couch steht da. Neue Kissen und Vorhänge in freundlichem Gelb. Die Überraschung ist gelungen. Es sieht toll aus. Eine überwältigende Erfahrung.
Es war der perfekte Urlaub. Und das perfekte Heimkommen.












