Heimat – wo das Herz daheim ist

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Was Heimat ist
Wie definiert man den Begriff Heimat eigentlich?

Heimat heisst, dass der Mensch zu einem bestimmten Ort oder Raum eine Beziehung hat. Heimat wird als der Platz bezeichnet, wo der Mensch hineingeboren wird, wo er die erste Sozialisation erlebt, wo sein Wesen zuerst geprägt wird. Das Wesen der Heimat beeinflusst unsere Mentalität, die Einstellung der Welt gegenüber und den Charakter. Die Heimat gibt uns eine Identität. Heimat ist also da, wo man sich sicher, geborgen und zu Hause fühlt. Heimat ist dort, wo die Menschen leben, die wir lieben, wo unser Lebensmittelpunkt ist und wo unser Herz daheim ist.

Die Heimat vergisst man nicht
Heimat ist der Ort, wo man gerne zurückgeht, wenn man wegziehen musste oder wollte. Es muss schon Gravierendes vorgefallen sein, wenn jemand die Heimat meidet oder sie ganz vergessen will. Die meisten Menschen lieben ihre Heimat und bleiben ihr zeitlebens verbunden. Nicht wenige sind sehr stolz auf ihren Herkunftsort. Wenn sie auch weggezogen sind, erinnern sie sich in der neuen Heimat doch immer wieder an die alte und alles, was sie damit verbinden, ist ihnen lieb.

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Der Verlust der Heimat
Was muss es aber bedeuten, keine Heimat mehr zu haben? Wir, die wir hier so sicher, ruhig und satt leben, haben keine Vorstellung davon. Wir können nicht erahnen, was es heisst, wenn man in der eigenen Heimat nicht mehr sicher ist. Wenn man alles stehen und liegen lassen muss und nur die nackte Haut retten kann.

Sich gedanklich einmal hineinversetzen…
Sehen Sie sich nun einmal in ihrer schönen Wohnung um. Betrachten Sie Ihre tollen Möbel, die hübschen Bilder an den Wänden, die Erinnerungsstücke, die liebevollen Geschenke, die Sie erhalten haben. Schauen Sie sich um und überlegen Sie, welche Dinge Ihnen besonders wertvoll sind. Und dann denken Sie sich aus, wie es wäre, wenn Sie Ihren gepflegten Besitz aufgrund einer Katastrophe innerhalb der nächsten halben Stunde verlassen müssten. Nur mit dem, was Sie gerade auf dem Leib tragen. Im Wissen, dass eine Rückkehr nicht möglich sein wird…

Wir können uns das nicht vorstellen. Es ist unmöglich, unfassbar. Aber solches geschieht vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Millionen müssen fliehen, sie werden verjagt, gejagt und fürchten um ihr Leben. Sie verlieren alles, den Besitz, die Heimat, das Zuhause und ihre Angehörigen. Sie können nichts mitnehmen, keine Erinnerungsstücke, kein Geld, keine Papiere, einfach nichts.

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Unvorstellbarer Verlust
Es ist unvorstellbar und nicht auszumalen, was es bedeutet, keine Heimat mehr zu haben, kein Daheim, keinen Ort, wo man sicher ist und sich wohl und geborgen fühlt. Nichts mehr zu besitzen, das einem ganz allein gehört und keinen mehr zu haben, der für einen da ist und sich um einen sorgt. Heimatlosigkeit ist Schutzlosigkeit, fehlende Geborgenheit, mangelnde Sicherheit, Einsamkeit, Heimweh, Angst und nackte Verzweiflung.

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Jeder Mensch braucht ein Zuhause
Der Mensch braucht eine irdische Heimat, um psychisch gesund zu bleiben. Er braucht ein sicheres Zuhause und Menschen, die ihn lieben. Gott sagt, dass es nicht gut ist, dass der Mensch alleine ist. Wer sich von den Menschen verlassen fühlt, kann sich auch von Gott verlassen fühlen. Wir haben also eine Verantwortung unserem Schöpfer gegenüber. Denn Gott sagt, dass wir uns um die kümmern sollen, die in Not sind. Wir sollen uns um ihre leiblichen, aber auch um ihre geistlichen Bedürfnisse kümmern und etwas vom Überfluss abgeben. Denn, wissen wir, wie es uns morgen ergehen wird? Ob es hier immer so bleiben wird, wie wir es jetzt haben? Wären wir dann nicht auch froh, wenn man uns helfen würde?

Dankbarkeit ist angesagt
Wir leben in einem wunderschönen und sicheren Land. Im Frühling erfreuen uns die blühenden Wiesen, im Sommer die Seen und Berge. Im Herbst die bunten Wälder und Winter der leuchtende Schnee. Hier sind wir geboren, geborgen und daheim. Es geht uns gut, wir haben ein Zuhause, wie es schöner nicht sein könnte. Das sollte uns dankbar machen. Tragen wir Sorge zum Guten, das wir haben. Vergessen wir die nicht, die es schlechter getroffen haben. Denn, das muss man sich immer vor Augen halten – es ist nicht selbstverständlich, eine Heimat, ein sicheres Zuhause zu haben…

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