
Das neue Jahr ist da. Dem ersten Tag des Jahres folgen weitere 364 neue Tage. Von denen man nicht weiss, was sie bringen werden. Und das ist auch gut so.

Wenn etwas zu Ende geht, dann fängt auch immer etwas Neues an. Wenn wir eine Schule beendigen, dann tun wir anschliessend etwas anderes, eine Lehre, ein Studium, oder wir gehen arbeiten. Wenn wir ein Land verlassen, dann ziehen wir ein fremdes, und wenn jemand aus unserer Mitte weggenommen wird, dann wird irgendwann ein anderer, lieber Mensch diese Lücke ausfüllen. So können Beginn und Ende einer Sache mit Schmerzen, Trauer und Wehmut beladen sein, oder aber auch mit Vorfreude, Spannung und Erwartung.

Wir wissen nicht, was dieses neue Jahr uns bringen wird. Werden wir gesund bleiben? Werden wir am Ende dieses Jahres noch Arbeit haben? Werden wir noch am Leben sein? Wo führt unser Weg hin? Was wird in diesem Jahr alles passieren? Welche Schlagzeilen werden uns auf der Frontseite der Tageszeitung anspringen? Man weiss nichts und kann nichts voraussehen oder voraussagen, auch wenn die nationale Astrologin Madame Teissier uns das weis machen will. Die Dinge, die wir vielleicht wirklich wissen möchten, weil sie aus unserer Sicht möglicherweise hilfreich und relevant wären, und von denen es womöglich doch besser ist, sie nicht im Voraus zu wissen, die weiss auch ein Astrologe nicht.

Es gibt nämlich sehr viele Dinge, die man besser erst vernimmt, wenn es soweit ist, dass man sie vernehmen muss. Denn wir alle erhoffen uns doch nur Gutes. Wir hoffen, dass das neue Jahr schön werden wird, und dass unsere Wünsche und Träume in Erfüllung gehen mögen. Wir hoffen, dass wir gesund bleiben und viele fantastische und unvergessliche Dinge erleben werden. Wir wünschen uns, dass die Menschen nett zu uns sind, uns lieben und mögen, so wie wir sind, und wir selbst bessere Menschen werden, einfühlsamer, verantwortungsvoller, nachsichtiger, gelassener und was dieser Dinge mehr sind.

Aber – das neue Jahr wird ein Jahr werden, wie so viele vor diesem schon gewesen sind. Nämlich ein Jahr mit Höhen und Tiefen, wie das im menschlichen Leben eben vorgesehen ist. Es gibt bessere und schlechtere Jahre. Solche, da ist alles schön durchmischt. Dann gibt es die, wo das Jahr verrückt spielt – wie das Wetter im April. Aber es gibt auch Jahre, in denen sich die Höhepunkte jagen.

Man kann aber getrost in ein neues Jahr gehen, auch wenn man nicht weiss, wie es enden wird, was uns erwartet und wohin der Weg geht. Ohne dass man sich vor Sorge verzehren muss. Alles, was den Menschen beschäftigt und ihn belastet, das kann er nämlich Gott hinlegen und somit innerlich zur Ruhe kommen. Denn das, was wir selbst weder kontrollieren können noch im Griff haben, das dürfen wir dem überlassen, der seine schützende Hand über uns hält.

Somit wünsche ich dir, lieber Leser, von ganzem Herzen einen guten Start in ein schönes, glückliches und von Gott gesegnetes Jahr. Möge es dir gut gehen und mögen der innere Friede, das Glück und deine Zufriedenheit vollkommen sein!
Mit herzlichem Gruss
Marianne
